Angkor Wat - Kambodscha - Fazit zu Thailand, Kambodscha und Vietnam

Fazit: Thailand, Kambodscha und Vietnam als Backpacker

Knapp 30 Stunden habe ich in Flugzeugen gesessen, über 1.600 km in Bussen abgerissen und vor Ort noch mal ein Paar Schuhe abgelaufen. Hier mein erstes Fazit zu Thailand, Kambodscha und Vietnam als Backpacker.

Rund zwei Wochen bin ich als Backpacker durch Südostasien gereist. Meine Route ging von Bangkok (Thailand), über Kambodscha, bis nach Ho Chi Minh City, dem ehemaligen Saigon in Vietnam. Die genaue Route findest du in meinem Beitrag: Thailand, Kambodscha und Vietnam mit dem Rucksack.

Allgemeines zu den Ländern

Die Armut ist allgegenwärtig. Als Reisender hat dies erstmal den Vorteil, dass es wirklich günstig ist. Ein Zimmer in einem mittleren Hotel mit Pool ist hier günstiger als ein Bett in einem 6er-Hostel-Zimmer in Deutschland. Satt wird man im Restaurant teilweise schon für unter einem Euro. Annehmlichkeiten wie Taxifahrten kosten fast nichts, Massagen gibt es unter 5 Euro pro Stunde, maßgeschneiderte Anzüge unter 100 Euro und selbst persönliche Guides gibt es für einen schmalen Euro und sind sehr zu empfehlen.

Die Kehrseite ist natürlich auch vorhanden. Wo Touristen sind, sind auch Bettler, besonders kleine Kinder, die betteln müssen, statt in die Schule zu gehen, Frauen, die ausgenutzt werden und Männer, die einen betrügen wollen. Gerade als Tourist kann man hier niemandem trauen. Taxifahrer sagen, dass Plätze in der Nähe geschlossen sind, damit sie eine weitere Strecke fahren können oder haben noch ein Highlight direkt neben dem Hotel, wo man beim Nachschauen sieht, dass es in einer ganz anderen Ecke liegt. Vorsicht ist hier geboten.

Man erkennt schon, dass der Westen gute Arbeit geleistet hat, Länder zurück in die „Steinzeit zu bomben“ (Zitat: Curtis E. Lemay). Gleichzeitig sind die Menschen nicht verbittert und auch nicht gegen den Westen eingestellt. Man wird freundlich empfangen und erkennt einen Wandel der Kultur, dass eigene Werte immer öfter abgeworfen werden, um sich dem Tourismus zu öffnen, was wirklich schade ist.

Thailand

Tempelanlage in Bangkok, Thailand
Tempelanlage in Bangkok, Thailand

Das Königreich Thailand – mit Hauptstadt Bangkok – hat rund 70 Mio. Einwohner. Der Buddhismus ist die dominierende Religion des Landes, was trotz des modernen Wandels spürbar ist. Die Kultur Thailands ist stark von den Kulturen der Völker beeinflusst, die das Land vor der Ankunft der Thai besiedelten, sowie von seinen Nachbarn.

Strassenverkehr in Bangkok
Strassenverkehr in Bangkok: ein beladenes Tuk Tuk (Taxiersatz)

Kambodscha

Grenze zwischen Thailand und Kambodscha
Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

Kambodschas Blüte liegt im 9. bis zum 15. Jahrhundert, aus dieser Zeit gehen viele Tempelanlagen hervor, die heute Weltkulturerbe sind. Später von Frankreich besetzt und von Bürgerkriegen zerstört, befindet sich das Land derzeit im Wiederaufbau. Höchstes wirtschaftliches Gut ist der Tourismus.

Angkor Wat Kambodscha
Tempelanlage: Angkor Wat Kambodscha

Vietnam

Grenze zu Vietnam
Grenze zu Vietnam – nicht ohne Bestechung

Die heutige vielfältige Kultur Vietnams ist eine Mischung aus lokalen Kulturen der Vietnamesen und anderer Völker des Landes, sowie chinesischen und westlichen Elementen. Nach Besetzungen von Frankreich und später Japan, wurde das Land geteilt. 17 Jahre versuchte u.a. Amerika im Vietnamkrieg den kommunistischen Teil zu verdrängen, der sich am Ende aber durchsetzen sollte. Unter diesem Mantel wuchs Vietnam wieder zusammen. Zur Einreise wird übrigens dringend empfohlen, ein paar Dollar in den Reisepass zu legen.

Strassenverkehr in Vietnam
Strassenverkehr in Vietnam

Mein Fazit zu Thailand, Kambodscha und Vietnam als Backpacker

Mit dem Betreten der Länder erlebt man einen klaren Cut. Was einen vorher noch in der Heimat beschäftigt hat, ist hier sofort vergessen. Das wäre bei einem Standurlaub so niemals der Fall. Man lernt schnell, dass wir nichts besonderes sind, wir hatten einfach nur viel Glück, dass wir in einem anderen Teil der Erde geboren wurden. Nämlich in dem Teil, der diese Ecke der Welt über Jahre ausbeutete und später noch in deren Kriege investierte.

Es lohnt sich wirklich dies zu sehen. Gerade den Wandel Kambodschas. Stundenlang sieht man kleine Holzhütten am Straßenrand, die von einem letzten rostigen Nagel zusammengehalten werden. In den Städten, in denen sich Touristen aufhalten, ist zu spüren, dass hier alles unternommen wird, um es den Gästen möglichst bequem zu machen, was sehr schade ist. So lernt man eine Kultur nicht kennen. Also lieber heute als morgen eine solche Tour machen, bevor nur noch touristische Elemente zu finden sind.

Für die Tour muss einem vorher einfach klar sein, dass mein seine persönliche Komfortzone verlässt. Mir ist unterwegs kaum jemand begegnet, der nicht zumindest mit Durchfall zu kämpfen hatte. Trotzdem wird man eben auch mit einer wunderbaren Architektur von Tempelanlagen belohnt. Gerade in Kambodscha fällt man vom Glauben ab, was Menschen vor tausenden von Jahren für ihren Glauben aufgebaut haben.

Woran ich mich noch lange erinnern werde

Was besonders hängen bleibt? Klar, viele freundliche Begegnungen, grandiose Tempelanlagen und ganz besonders ein Bild. Es gibt so krass viele Motorroller in der Gegend und das grandiose ist einfach, dass die Menschen für alles eine Lösung finden. Bei uns würden wir sofort Ausreden finden, wieso etwas nicht geht, hier ist die Lösung ganz einfach:

https://www.facebook.com/heimwehlos/photos/a.502925369856277.1073741838.482602448555236/601413050007508

Weiterführende Links zu Südostasien

Schreibe einen Kommentar